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Comicverfuehrer

Kurz & schmerzlos: Der Siegertitel des Comic-Jahres 2025

Illustration: Maya Neyestani - Edition Moderne
Illustration: Maya Neyestani - Edition Moderne

Viel Schönes gab’s 2025, viel Unerwartetes: Dazu gehören Olivier Schrauwens grandios verplemperter „Sonntag“ oder Luz’ Biographie des Bildes „Zwei weibliche Halbakte“, erzählt aus – dessen Perspektive. Tara Booths Farbgranate „Überwindungen“, die innovativen NS-Bearbeitungen von Hannah Brinkmann („Zeit heilt keine Wunden“) und Marius Schmidt („Aale und Gespenster“). Max Baitingers drollig-deprimierender Band „Hallimasch“ oder Martin Oesch appetitlich-nachdenkliche „Fleischeslust“.


Aber wenn ich nach meiner eigenen Reaktion beim Lesen gehe, dann kann’s hier für 2025 nur einen Sieger geben: Maya Neyestanis „Papiervögel“. Was für ein Brett!



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Am Samstag sind Comics zu verschenken: Zehn Verlage verteilen 22 Titel – der geheimnisvollste von allen ist auch dabei

Illustration: Luke Pearson - Reprodukt
Illustration: Luke Pearson - Reprodukt

Kleine Erinnerung: am Samstag (10. Mai) ist Gratis-Comic-Tag. Richtig gelesen: Comics für geschenkt. 22 verschiedene Titel von zehn Verlagen, mal auf dünnerem Papier oder im Kleinformat, aber stets mit vollwertigem Inhalt. Mit dabei: Titel wie Luke Pearsons empfehlenswerte „Hilda“ (siehe Bild). Oder Teil 1 der Manga-Serie „Atelier of Witch Hat“, bei der die Fans jüngst in Leipzig trotz Fotoverbot schon glücksquiekten, sobald Zeichnerin Kamome Shirahama einen Stift nur anschaute. Vermutlich, weil: dank eines imkerartigen Maskenhuts war weder klar, wer da zeichnet noch wohin er/sie schaut – zweifellos also irrsinnig gut.

Was Sie nun tun müssen? Nix, außer am Samstag den nächsten teilnehmenden Comic-Shop anzusteuern (finden Sie hier). Ob immer und überall jeder Titel vorliegt, kann ich nicht garantieren, was anderes dafür auf jeden Fall: Sie zahlen nicht drauf!

Also: Ausprobieren, durchprobieren!






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Auf den Busch geklopft: ein Testbesuch in Hannovers einzigem Museum mit Spaßgarantie

Was tun, wenn einen das Schicksal nach Hannover verschlägt? Ja, schon klar, schlimm ist das nicht, aber was unternimmt man da, wenn man grade drei Stunden Zeit hat? Man steigt zum Beispiel in die Straßenbahn (Linie 4 oder 5 nach Garbsen bzw. Stöcken), fährt zehn Minuten und geht ins Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst, das zugleich Museum Wilhelm Busch heißt. Hübsch gelegen im Georgenpalais im Georgengarten, knapp 200 Meter von der Haltestelle.


Gewitztes im Georgengarten

Illustration: Rudi Hurzlmeier
Illustration: Rudi Hurzlmeier

Natürlich ist ein Besuchsgrund der Namensgeber, der ja immer wieder vielseitiger ist als man denkt und gerade auch wegen dieser Vielseitigkeit so viel weglassen und seine Zeichnungen noch gewitzter auf Punkt und Pointe hin reduzieren konnte. Aber mindestens genauso empfehlenswert sind die wechselnden Ausstellungen.


Peng und Hu


Noch bis 20. April sind beispielsweise große Teile des Hauses anderweitig und nicht minder kompetent belegt, nämlich durch Peng und Hu: den unverschämten österreichischen Cartoonisten Peng und den schön kreuz- und querverdrahteten Deutschen Rudi Hurzlmeier. Gut präsentiert und auch angenehm dosiert, so dass man nach anderthalb Stunden schön sattgesehen ist, aber nicht mental überfüllt. Und das ist kein Zufallstreffer, denn ab Mai gibt’s schon wieder ähnlich Gutes von und über F. K. Waechter oder Tex Rubinowitz.  

Illustration: PENG
Illustration: PENG

Denkt sich der reisefaule Münchner in mir, dass man sowas theoretisch eigentlich genausogut auch in der bayerischen Landeshauptstadt aufbauen, einrichten und zeigen könnte. Aber erstens ist Bayern ja so schon lustig genug, und zweitens hat es wahrscheinlich von ganz früher bis zum heutigen Tage noch nie verdienstreiche humoristische (Comic-)ZeichnerInnen gegeben, die man irgendwie in München verorten könnte. Das würde der kunst- und comicbegeisterte Ministerpräsident ja wissen.




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