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Comicverfuehrer

Französische Spätlese: Es gibt noch mehr von Cyril Pedrosa – dem Mann, der weiß, dass auch bei „Food for thoughts“ das Auge mitisst

Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Ich schulde Ihnen noch was. Ich wollte ja mehr Pedrosa lesen. Hab ich auch gemacht. Hat sich auch gelohnt. Und das Ende vom Lied? Jetzt muss ich noch mehr empfehlen. Hört das denn nie auf?

Beklemmender Wohlfühl-Horror

Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Wie soll man das nennen? Beklemmenden Wohlfühl-Horror? Pedrosas „Drei Schatten“ sind in jedem Fall eine eigenwillige Mischung. Die Story beginnt so glücklich, dass es persiflierend wirkt und man ahnt: So geht es nicht weiter mit der kleinen Bauernfamilie inmitten der „klaren Luft“ und „dem grünen Duft des Flusses“.


Bitterkeit in XXL


Der kleine Joachim bemerkt das Unheil als erstes: Drei Reiter in der Ferne, die näher kommen, aber nichts sagen. Ratlos geht die Mutter in die Stadt, zur Ortsweisen, die ihr verrät: die Drei sind so etwas wie Boten des Todes, und ihr Ziel ist Joachim, der einzige Sohn. Ihr Rat an die Eltern: Versucht nicht, gegen die Schatten zu kämpfen. Genießt die verbleibende Zeit. Geht’s bitterer?

Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Andererseits garniert Pedrosa die Erzählung immer wieder mit ungewöhnlichem Humor. Seine Zeichnungen haben zwar oft einen murnauhaften Nosferatu-Touch, überzeichnen jedoch gern, mal die Figuren, mal die Szene, mit einer grotesken, fast verzweifelten Fröhlichkeit, die zunächst oft garnicht passt, dann aber wiederum garnicht – so schlecht. Denn die Verzweiflung ist Bestandteil der Story.


Überraschender Dreh ins Tröstliche


Natürlich packt der Vater sofort den Sohn und flieht mit ihm so weit die Füße tragen. Durch den Wald. Über den Fluss, der so breit ist, dass die Überquerung drei Tage dauert. Und immer die drei Schatten im Nacken. Das Segelschiff, das voller Flüchtlinge ist, liegt schon am ersten Tag in einer Flaute fest. Man muss kein Pessimist sein um hier zu ahnen, dass es schlecht aussieht für ein Happy End. Aber es passt zu diesem wunderlichen Comic, dass er es dennoch schafft, die Kurve ins Tröstliche zu kriegen. Ich sag’s ja: Eine eigenwillige Mischung, aber definitiv gut.  

 


Selbstfindung in Echtzeit


Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Kennen Sie das, Filme in Echtzeit? Also: Filmen, was da ist, und zwar so wie’s passiert? Man merkt rasch, dass Spielfilme und Bücher aus gutem Grund ihre Handlung künstlich verdichten: Die Realität kann sich arg ziehen. Und das ist das Problem mit Pedrosas „Portugal“. Tatsächlich erzählt er hier so melancholisch und geduldig, dass seine großartigen Bilder das kaum noch auffangen.


„Deine Sorgen und Bezos' Geld“


Die Story: Comiczeichner Simon hat eine Schaffenskrise, trennt sich von seiner Frau, entdeckt die Familie wieder und deren portugiesische Emigrations-Vergangenheit. Das liest und betrachtet sich so, wie man's als Kritiker gern „stimmungsvoll“ nennt. Aber die Stimmung ist halt oft getragen, nachdenklich. Was Simon in aller epischen Breite aus der Vergangenheit entdeckt, ist kaum sensationell, und seine Selbstfindungsprobleme hätten für meine Eltern zweifellos zur Kategorie „Deine Sorgen und Bezos' Geld“ gehört. Aaaaber.

Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Immer wieder gelingen Pedrosa großartige Szenen. Simon besucht eine Familienhochzeit, trifft dort einen Haufen Verwandte. Es gibt Gespräche in warmer Sommernacht, sanft angetrunken, und wie er diese Gerüche, Gefühle, Personen, Spannungen einfängt und in Bilder verwandelt, ist zum Niederknien schön. Stets fällt dabei der Willen zur Authentizität auf: Das echte Leben hält in solchen Momenten ja seltenst große Enthüllungen bereit. Und grad im Familienkreis wird viel öfter alter Schmarren wiedergekäut, alte Verletzungen, oft für Außenstehende lächerlich gering. Was Pedrosa in „Jäger und Sammler“ noch unauffällig zuspitzt, serviert er hier lebensecht zäh. Oder ist’s wie bei Eric Rohmer?


Ein zeichnender Rohmer?


Der war für mich stets der Inbegriff des französischen Laberfilms. Doch Rohmer hat glühende Fans, und falls Sie zu denen gehören: Greifen Sie zu, Pedrosas „Portugal“ könnte Sie glücklich machen!

 

Kurz und kräftig

ANSICHTEN ZUR MÜLLTRENNUNG          Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt
ANSICHTEN ZUR MÜLLTRENNUNG Illustration: Cyril Pedrosa - Reprodukt

Noch was Kurzes gibt’s von Pedrosa. Leicht konsumierbar und spannend, auch wenn’s vielleicht nicht jedem passt. Mit „Auto-Bio“ hat er eine Serie von unterhaltsamen Ein- bis Zweiseitern geschrieben, über sein Leben als Kleinstadtbewohner. Das ist launig, impulsiv und selbstironisch, aber klar wird auch: Pedrosa würde wohl eher Habeck wählen. Genau hier wird es spannend: Denn selbst wenn Sie sich irgendwo zwischen CSU und Hubert Aiwanger verorten – in Pedrosas anderen Comics kriegen Sie nicht mit, dass er politisch anders tickt als Sie. Da erzählt er für alle gleichermaßen. Und allein schon wegen dieser Gemeinsamkeit lohnt sich auch „Auto-Bio“ für alle.






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Zweimal packt die Französin Magali Le Huche heiße Eisen an, aber nur einmal funktioniert's: Warum der Text bei Comics so wichtig ist

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Was predige ich jedes Mal wie eine tibetanische Gebetsmühle? Für die Comicqualität ist das Szenario wichtiger als die Zeichnung. Weil gute Szenarien auch mäßige Zeichnungen vertragen, die besten Zeichnungen aber kein schlechtes Szenario retten, sondern allenfalls aufhübschen. Zeichnung macht schön, Szenario macht gut. Und das kann man gerade gut zeigen: An Magali Le Huche, die derzeit zwei Comics am Start hat.


Es geht um die Wurst

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Magali Le Huche, Jahrgang 1979, zeichnet lockere Figuren, ein bisschen kommerziell, aber nicht zu konventionell – man nimmt sie gern in die Hand. Noch lieber, wenn das Thema vielversprechend ist: Sie hat sich „Die kleinen Königinnen“ vorgenommen, einen Roman von Clémentine Beauvais, der spannenden Zündstoff verspricht.


Mobbing, Hater: heiße Themen stark vereinfacht


Drei Mädchen werden im Schulchat online zu den hässlichsten Würsten des Jahres erklärt. Wir sind beim Thema Mobbing, Hatespeech, Soziale Medien, lauter wichtige Sachen also. Aber so dringend ich mir gute Comics zu diesem Thema wünsche – die „kleinen Königinnen“ gehören nicht dazu. Weil alles so grauenhaft simplifiziert daherkommt.

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Denn statt sich mit dem realen Problem zu befassen, weicht der Roman lieber auf ein fantastisches aus: Die Wurstwahl wird hier zum Medienevent, vor dem sämtliche Behörden kapitulieren, weil es „im Internet“ stattfindet (als würde jeder zusehen, wie 50.000 Leute es liken, dass Minderjährige fertiggemacht werden). Und der Ausweg: Die drei Würste beschließen nach Paris zu radeln, zur Präsidentin, und plötzlich jubeln ihnen alle zu. Das ist schlichtweg Bullshit.


Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Sollen alle Opfer von Online-Hass sich zu Objekten des Online-Jubels mausern? Wie man seit dem „Drachengame“ weiß, sind Hater kaum umzupolen. Und bei der frechen Mireille klappt das ja auch nur, weil’s Autorin Beauvais so will. Tatsächlich läuft derlei aber anders ab: im (geschlossenen?) Klassen- oder Schulchat, mit so wenig Aufmerksamkeit, dass kein Hahn und kein Präsident danach kräht. Nein, eine Präsidentin auch nicht. Radeln ist hier keine Lösung, und dagegen kann Magali Le Huche nicht anzeichnen. Das Ergebnis ist fröhlicher Quatsch, der sich Phantasieauswege zurechtträumt, mehr nicht.  


Jetzt wird's persönlich

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Für den zweiten Band hat Magali Le Huche das Szenario selbst entwickelt, auch weil es sie selbst betrifft: In „Punk mit Brust“ setzt sich Le Huche mit ihrer Brustkrebserkrankung auseinander. Und prompt gelingt ihr das sehr, sehr gut.

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Der Unterschied liegt im Szenario, und der Vorteil ist, dass man für dieses Szenario nicht zaubern muss. Es hat Hand und Fuß, weil die Krankheit die Geschichte vorgibt: die sorglose Zeit, die Diagnose, die Ängste, die OP. Nie käme Le Huche hier auf die Idee, eine rettende Präsidentin einzubauen. Sie bleibt bei der Realität, und die stellt Le Huche eine Aufgabe, für die ihre Zeichenkunst ideal ist.


Berührung als Schlüssel


Denn man will so einen Comic nicht einfach runtererzählen. Man möchte den Leser und noch mehr die Leserin berühren, auch dann, wenn sie bislang weder mit der Erkrankung noch mit Erkrankten zu tun hatten. Für diese Berührung braucht man Bilder, und das ist ein Job für Le Huche. Jetzt, wo das Konzept passt, kann die Zeichnung mehr als übertünchen, sie kann glänzen. Le Huche findet eine Menge guter Bilder.

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Der namensgebende Punk ist dabei nicht mal das Beste: Die Schiene des mutmachenden Joe Strummer bleibt mir fremd, weil ich kein Clash-Fan bin. Aber ich sehe natürlich ein, dass die von Le Huche (und mir) vielgeliebten Beatles zu gutgelaunt sind für mutmachenden Krawall gegen die ungerechte Krankheit, da ist stärkerer Stoff angebracht. Und wie Le Huche in sich hineintaucht , als sie vor der Diagnose in ihren suspekt gewordenen Körper hineinhorcht, das ist schon ziemlich gut.


Der Körper im Schlepptau


Die schwarze Wolke der Angst, oder das seltsame Bild, den Leib separat von sich zu betrachten, was darin mündet, dass Le Huche ihren operierten Körper auf einem Rollwägelchen hinter sich herzieht – wie auch ihre Leidensgenossinnen. Deren Schicksale Le Huche ebenfalls streift, damit klar wird, dass Brustkrebs unterschiedliche Formen annehmen kann und unterschiedlich therapiert wird.

Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt
Illustration: Magali Le Huche - Reprodukt

Manchmal wirkt das Ganze einen Hauch zu mutmacherisch, aber das kann man angesichts des Themas kaum tadeln: zum Verzagen braucht man keinen Comic zeichnen, die häufig gegenwärtige Schwarze Wolke mit allen Ängsten macht das mehr als deutlich. Unterm Strich liest sich der Band trotz des schweren Stoffs erstaunlich leicht, er nutzt geschickt den Kampf um Leben und Tod und hat trotz vieler Informationen nichts Ratgeberhaftes. Stimmt der Text, dann klappt's auch mit dem Comic.


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Witzig, spannend, klug durchdacht: Wie Benjamin Flao rund um einen kleinen Jungen ein perfektes Kenia-Abenteuer strickt

Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser

Kürzlich habe ich hier von Benjamin Flaos „Auf dem Wasser“ geschwärmt. Das Schöne: Stöbert man in Flaos Vergangenheit, findet man sogar etwas noch Besseres: die Zwei-Band-Angelegenheit „Kililana Song“. Die obendrein im immer mehr herumdüsternden Winter besonders lesenswert ist, weil sie im sonnigen Kenia spielt. Jajaja, sofort der Gedanke: „sonniges Kenia“ – darf man denn so touristisch-sorglos...? Eins nach dem anderen, erst mal: Worum geht’s?


Schulschwänzer als Fremdenführer


Flao hat in Kenia und Eritrea einige Zeit verbracht. Seine Beobachtungen und Unterhaltungen hat er zu einer charmanten Erzählung verrührt. Und wie er das macht, ist immer wieder so gekonnt, dass man sich die Augen reibt.

Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser

Drei Szenen leiten die Story ein. A) Ein Schiff bleibt nachts mit Maschinenschaden vor Kenia liegen. Als die Cops nachfragen, wirft der Kapitän rasch Schmuggelgut über Bord. B) Ein Einsiedler wacht in seiner Hütte auf und fährt mit einem Boot weg. C) Die Hauptfigur, der kleine Naim, drückt sich vor der Koranschule und flitzt seinem religiösen Bruder Hassan davon. Jede Szene zeigt Flao in Topform.

Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser

Das Schiff: bei Nacht im Mondlicht, großartiges Meer. Die Dialoge des Kapitäns: schnell, rüde, knapp, zynisch – nicht zuletzt lustig. Der Einsiedler: Still, geweckt von einem Huhn, das in seine Hütte gackert, augenzwinkernd, aber nicht spöttisch, in großzügigen Panels. Und Naims Flucht: mitreißend, zugleich illustriert sie für den Leser Naims kleines Heimatdorf, und seine knappen, frechen Gedanken machen den Zehnjährigen mit der Strickmütze sofort sympathisch.


Arm, aber nicht elend


Wir bleiben zunächst bei Naim. Wir sehen, wie er sein weniges Geld verdient, wen er im Ort trifft. Das erinnert in seiner Beiläufigkeit an „Aya aus Youpogon“. Flao spitzt die Handlung kaum zu, weil er weiß, dass diese Welt für sich interessant genug ist. Welche Drogen man nimmt, wie Naim bei seiner Tante wohnt, was man isst, die Boote im kleinen Hafen, die Touristen, alles wird zur Story, die sich um Naim rankt. Der arm ist, aber nicht im Elend lebt, der auch Spaß hat, wenn er Brettspielern im Café auf den Kopf spuckt.

Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser

Eine frische, immer leicht ironisch gebrochene Geschichte, bei der man erst gar nicht merkt, was für eine Rarität sie ist: Kürzlich hat ja Comic-Historiker Alexander Braun in Ausstellung und Katalog bei den Black Comics festgestellt, dass es garnicht sooo viel aus rein schwarzer Perspektive oder mit schwarzen Protagonisten gibt. Und hier: eine aufgeweckte, rasante Erzählung, unbefangen und deutlich unblutiger als Matthias Schultheiss’ „Haie von Lagos“. Darf man das, als Weißer?


Mehr als eine Exotik-Schote?


Verboten ist es nicht. Die bessere Frage wäre vielleicht: Macht Flao mehr draus als eine Exotik-Schote wie das „Traumschiff“? Touristisiert er sich die (real existierende) Öko-Idylle Lamu so zurecht wie deutsche TV-Krimis Istanbul, wo Zuschauer inzwischen verhaftete Oberbürgermeister ausblenden müssen? Antwort: nein. Allerdings zieht er erst in Teil Zwei die dramatischen, politischen Schrauben so richtig an.

Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser

Gewalt, Korruption, der Ausverkauf des Landes an China und überhaupt jede Art von Investor, hier spielt die spannende Kinderstory definitiv nicht mehr auf einer Insel der Seligen. Nicht im Vortragsmodus, sondern mit harter Action, scharfen Dialogen und weiterhin extrem bildgewaltig. Höhepunkt: Eine der besten Schiff-im-Sturm-Sequenzen, die ich je gesehen habe, da tastet man aufm Sofa nach dem Rettungsring...


Comic-Granate für den Baumpapst


Kleiner Fun-Fact zum Schluss: Beide Titel, „Auf dem Wasser“ und „Kililana Song“ sind vermutlich nicht Flaos deutsche Topseller. 2023 kamen die Franzosen auf die Idee, den Wald-und-Welt-Bestseller „Das geheime Leben der Bäume“* vom deutschen Baumpapst Peter Wohlleben zum Comic umzufunktionieren. Das hat er tadellos gemacht, der Titel erschien auch auf Deutsch, aber ich nehme an: kaum jemand (inklusive mir) hat gemerkt, welche Comic-Granate sie da für den Baumpeter organisiert haben!


* Der Korrektheit halber: Den Wohlleben-Comic hat die Frau übersetzt, die mit mir in der Wohnung wohnt.



Illustration: Benjamin Flao - Schreiber & Leser
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