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Comicverfuehrer

Er veröffentlichte so wenig, dass sein Tod kaum auffiel: Ein später Nachruf

auf den wunderbar widerlichen Joe Matt


Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly
Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly

Joe Matt ist tot! Und das schon zweieinhalb Jahre! Ich hab’s damals nicht mitgekriegt und erst jetzt rausgefunden. Dabei finde ich das außerordentlich schade, weil Joe Matt einen der bizarrsten, lustigsten und zugleich abstoßendsten Comics gezeichnet hat, die ich je in die Finger gekriegt habe. Der Comic erschien nie auf deutsch, aber immerhin auf englisch. Und wenn Sie wissen möchten, wie tolerant Sie wirklich sind, dann müssen Sie ihn unbedingt lesen. Der Comic heißt „Spent“.


Das schonungslose Trio: Matt, Seth Brown


Joe Matt wurde grade mal 60, war Amerikaner, Comic-Fan und -Sammler, Zeichner, aber auch Zuarbeiter in der Comic-Industrie, die ja viele Zuständigkeiten aufgeteilt hat: Texten, Vorzeichnen, Inken (also mit Tusche die Vorzeichnung konkretisieren) und eben Kolorieren, mit dem Matt hauptsächlich sein Geld verdiente. Ende der 80er Jahre zog er nach Kanada und dort traf er auf zwei andere Comic-Kollegen: Chester Brown und Gregory „Seth“ Gallant. Was ich jetzt nicht wegen des Namedroppings erwähne, sondern weil die drei sich gegenseitig in eine bestimmte Richtung pushten – Schonungslosigkeit gegenüber sich selbst.

Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly
Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly

Gespeist wurde die Idee wohl vom Vorbild des auch schon recht deftigen Robert Crumb. Seth setzte das in „Eigentlich ist das Leben schön“ um, ein hypnotisch-deprimierender Einblick in die Gedanken eines Nostalgikers, der permanent der Vergangenheit nachtrauert. Brown veröffentlichte „Ich bezahle für Sex“, eine kluge, ambivalente Auseinandersetzung mit seinen Besuchen bei Prostituierten. Und Matt?


Das Klo in der Flasche


In „Spent“ schildert er sein Leben: Er wohnt allein in einem Zimmer in einer heruntergekommenen Pension. Das Zimmer hat weder Bad noch Klo, denn Joe ist zu geizig, sich ein teureres zu suchen. Joe will sein Geld sparen, um eines Tages 100.000 Dollar zu haben und von den Zinsen leben zu können. Bis dahin spart er sich das Klo und pinkelt in eine Flasche. Natürlich sehen wir im Comic die Flasche. Ansonsten zeichnet er, wenn er nicht gerade onaniert.

Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly
Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly

Das ist eines der Hauptthemen in „Spent“. Matt beim Onanieren und beim manischen Sortieren und Perfektionieren seiner Videovorlagen: Er mag nämlich keine Männergesichter in den Pornos. Wir sehen also zu, wie Matt auf dem Bauch liegend am Fußende des Bettes zwei Videorekorder steuert: Kopieren, Pausentaste drücken, wenn der Kerl zu sehen ist, weiterspulen, aufnehmen, mit faszinierender Akribie sammelt er – von einigen Orgasmen unterbrochen – nur das Beste vom Besten, bis auf der VHS-Kassette 240 Minuten reines Masturbationsgold versammelt sind. Das Matt dann veredelt, indem er den Lösch-Schutz der Kassette abbricht und den Schatz für alle Zeiten sichert.


Geld, Geld, Geld!


Aber als ob das nicht gewöhnungsbedürftig genug wäre, addiert er noch seinen krankhaften Geiz hinzu. Alles, alles wird sofort in Geld umgerechnet, nicht nur die Miete, auch die Kosten im Lokal, oder die Hoffnung, aus den eigenen Freunden beim Verkauf von Comic-Raritäten noch etwas mehr Geld herausquetschen zu wollen, wie er überhaupt aus allem noch einen Vorteil herausschlagen will…

Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly
Illustration: Joe Matt - Drawn & Quarterly

Furchtbar. Und furchtbar unterhaltsam, deutlich in der Tradition Robert Crumbs, aber mit einer wundervoll-widerlichen eigenen Note. Ist es real? Ja und nein: In einem Nachruf schreibt Chester Brown voll Zuneigung, wie gern sein Freund Konventionen verletzte, sich als Widerling inszenierte, seine charakterlichen Defizite und sein Elend übertrieb. Als „Spent“ entstand, hätte Matt etwa durchaus eine Freundin gehabt. Aber die Zutaten seien prinzipiell schon korrekt.


Und plötzlich kam – nichts mehr


Nach „Spent“, so Brown, hätte Matt praktisch das Arbeiten eingestellt (weshalb es mir und anderen irgendwann normal vorkam, dass von ihm nichts erschien). Eine Blockade? Vielleicht hatte er ja die magischen 100.000 Dollar irgendwie erreicht und lebte von ihnen? Man hätte es ihm gewünscht, viel brauchte er ja nicht, denn sein onkeldagobertoider Geiz war echt, wie Brown bestätigt. Den eigenwilligen Band „Spent“ kann man problemlos, aber oft ziemlich teuer bei Ebay kaufen. Man könnte ihn allerdings auch mal auf deutsch veröffentlichen. Aber wer weiß heute schon noch, was ein Videorekorder ist...


Joe Matt, Spent, Drawn & Quarterly. Der Comic findet sich auch online in den Grauzonen des Internets. Ich sag' jetzt nicht wo, weil so richtig okay ist das nicht, aber anderseits, ich weiß ja auch nicht, Herrgott, muss man denn immer zu allem eine Meinung haben, früher war das einfacher, aber man soll ja auch nicht immer früher nachtrauern und im Heute leben, haben wir eigentlich noch Bier im Kühlschrank ich sollte weniger trinken, warum muss eigentlich sowas Schönes wie eine Fußball-WM in so einem Idiotenland stattfinden, was hätte eigentlich gegen die Schweiz gesprochen, ach ja, der dämliche Infantino...

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Die Outtakes (39): Mit 1 Sexfantasie einer alten weißen Frau, 1 bezaubernden Rostlaube und 5 kaum erreichbaren Vorbildern


Illustration: Bastien Vivès/Martin Quenehen - Schreiber & Leser
Illustration: Bastien Vivès/Martin Quenehen - Schreiber & Leser

Zaubern mit drei Klecksen


Fan von „Corto Maltese“ war ich nie, aber inzwischen wird die Reihe ja von einem anderen Autor (Martin Quenehen) und einem anderen Zeichner (Bastien Vivès) fortgesetzt. „In „Der gestrige Tag“ ist das Ergebnis: verblüffend identisch. Der in die Gegenwart versetzte Piratenstenz erlebt ein Abenteuer, das leidlich funktioniert, aber mehr mäandert als mitreißt – vor allem, wegen der lieb- und leblosen Klischee-Figuren. Die Abenteurerin, der Flugzeugpilot, das junge Ding. Zwar ermöglicht das Update schöne Überraschungen wie die Notlandung auf einer Insel, die sich als Kunststoffteppich entpuppt. Aber wenn dann eine Dame wütend ins Plastik ballert, wirkt das eben mehr bescheuert als berührend. Durchgehend sensationell ist allerdings Vivès’ Arbeit: Grandiose Bildeinstellungen, rasante Action, und das mit einem Minimum an Strichen und drei Graustufen. Wie Vivès mit zwei Krakeln eine Fläche zum Hemd verknittert, wie er mit ein paar Tupfern ein Sportflugzeug zur Rostlaube macht, das entschädigt für vieles.



Satire mit Beißhemmung

Illustration: Alison Bechdel - Reprodukt
Illustration: Alison Bechdel - Reprodukt

Es bechdelt wieder und hagelt prompt auch Lobeshymnen. Diesmal kehrt die US-Zeichnerin Alison Bechdel zu ihren Wurzeln zurück, sie besucht ihre halbfiktive Clique aus ihrer 80er-Cartoon-Serie „Dykes To Watch Out For“: Wir sehen alternde Babyboomer beim ökologisch korrekten Altern, beim Rückzug ins liberale Private. Was die begeisterten Medien da feiern, bleibt unklar: 60-Jährige beim Tierschützen oder beim flotten Dreier ergeben per se noch keine beißende Satire. Einen Halbschmunzler rang ich mir beim judenlosen Solidaritäts-Sabbat ab, aber weil man nicht weiß, ob’s sowas wirklich gibt, und weil Bechdel sowas nicht zuspitzen mag, bleibt’s dann doch beim Schulterzucken. Dass die Senioren von heute aufgeschlosseneren Sex haben als ihre Kinder, wäre derzeit als Fantasie alter weißer Männer eher verdächtig bis unappetitlich, aber okay, hier kommt dasselbe Gedankenspiel von einer alten weißen Frau, vielleicht erklärt das die Fermentation zu scharfer Satire. Apropos: Satire müsste eigentlich auch mal einen Misstand benennen, oder? Wer verschuldet was wodurch? Bechdel ist das zu konkret, lieber zeigt sie alle beim Grübeln über den richtigen Way of Life. Der Lohn: In guten Momenten ist das wie eine sehr öde Folge der „Waltons“. Alison Bechdel, Katharina Erben (Üs.), Kaputt, Reprodukt, 24 Euro


Problemloses Quintett

Illustration: Bettina Bexte - avant-verlag
Illustration: Bettina Bexte - avant-verlag

Das Gute zuerst: Bettina Bextes Band „In allem ein Stück zu Hause“ ist ermutigend angelegt und öfter recht heiter. Er versammelt fünf Interviews mit Migranten, Kindheit, Flucht, Ankunft, Integration inklusive. Alle Geschichten haben ein wohlintegriertes Happy-End, das ist auch mal ganz angenehm zu lesen. Oder wäre es, wenn wir hier fünf Mal Else Normalflüchtling vorfänden. Aber, und das ist der Knackpunkt, wir kriegen: Boxweltmeisterin Dilar Kisikyol, Integrationsaktivistin Halime Cengiz, den Junggrünen Azad Kour, „Stern“-Fotograf Mischa Moldvay. Was ist da die Botschaft? Diese Vier sind/waren ehrgeizig, sozial denkend, intelligent, flexibel, dass sie es schafften, überrascht wenig und taugt kaum als Vorbild für Hunderttausende. Warum wählte Bexte nicht einfach fünf 08/15-Migranten, die jetzt ganz normale Jobs haben? Denn auch Schicksal Nr. 5 hilft nur bedingt, Florence aus Ruanda betreut jetzt – andere Migranten. Ist das die Ideallösung? Genau hier liegt die Krux: Was ist das Ziel des Bandes? Welche Leute hätte man dann auswählen sollen? Immer wieder zeigt sich: Eine klare Fragestellung wäre auch im Sachcomic/Comic-Journalismus hilfreich.



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Die heimlichen Bestseller (I): Daniela Schreiters „Schattenspringer“ macht das Thema Asperger-Autismus zum Mainstream-Erfolg

Deutschland ist kein Comicland? Stimmt so nicht. Es gibt auch hier Comic-Schlager, aber viele bleiben unterm Radar: Weil sie nie durch die Decke gehen. Stattdessen druckt der Verlag nach... und nach... ein paar Jahre später ist man bei Auflage 12 und hat fünf- oder sechsstellig verkauft! Dafür gibt's jetzt eine neue Serie: die heimlichen Bestseller! Wir starten, klar, mit dem erfolgreichsten!


The Queen of Asperger

Die Königin der Secret Seller ist eindeutig Daniela Schreiter. „Schattenspringer“ heißt ihr Erstlingsband. 2015 erschienen, über ein dutzend Mal nachgedruckt, der Verlag bescheinigt Band 1 allein schon mehr als 100.000 verkaufte Exemplare. Und auch, wenn ich von der Qualität nicht wirklich überzeugt bin, muss man anerkennen: Das Produkt ist in kommerzieller Hinsicht nahe an der Perfektion.


Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics
Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics

„Schattenspringer“ ist ein Graphic Memoir, die studierte Grafikerin Schreiter berichtet von ihrem Leben mit Asperger-Autismus. In einer grellen Cartoon-Optik, vertraut von Glückwunschpostkarten, die ja auch sofort „lustig“ signalisieren müssen. Genauso rasch, fast vorauseilend löst Schreiter dieses Gagversprechen auch ein. Jeder Halbsatz kriegt einen Kleincartoon, der den Text nochmal 1:1 ein- und nachwitzt. Der erklärte Gag ist nicht meine persönliche Lieblingssorte, aber wichtiger ist hier: Schreiter erteilt die Lach-Erlaubnis. Obwohl Schreiter ständig mahnt, das Thema ernstzunehmen.


Halsbrecherischer Schlingerkurs


Das ist ein kleines Kunstwerk für sich. Denn wenn man genauer hinschaut, fährt Schreiter selbst einen halsbrecherischen Schlingerkurs: Autismus ist bei ihr nämlich nicht nur die Hölle, sondern zugleich auch halb so wild. Das geht nicht zusammen? Geht es wohl. So sind einerseits Geräusche, Düfte, Berührungen kaum zu ertragen. Ständig ist man Außenseiter, versteht die anderen nicht, wird abgelehnt, spielt am liebsten allein im verdunkelten Kinderzimmer. Es sei wie ein Gaming-Wettbewerb: Das Normkind daddelt seelenruhig, während der Autist beim selben Spiel dauernd unter Schmerzen abgelenkt wird und hinterher den Spott ertragen muss, weil er schlechter abschneidet. Und so geht es das GANZE LEBEN weiter. Das ist die eine Seite.


Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics
Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics

Aber immer wieder starten die Bände mit superseriösen Vorworten von launig bloggenden, podcastenden Autisten. In Band zwei schreibt Denise Linke: „Ich mag meinen Autismus.“ Dort weist auch Schreiter selbst einfach mal ihren Autismus an, sich mit ihrem Wunsch nach einem Partner zu arrangieren. Das geht?? Noch überraschender: Sie verrät ihrem Pubertäts-Ich „Die Pubertät … ist nicht das Ende der Welt. Du hast es überlebt. Es ist eine harte Zeit und du wirst vieles an dir und deiner Umgebung hassen. … Du packst das schon.“ Jetzt ist die Hölle also was, das man einfach „schon packt“? Wo’s nicht mehr Trost braucht als bei jedem anderen jungen, pickeligen Menschen? Gottseidank kann und muss ich das nicht beurteilen.


Identifikation leicht gemacht


Beurteilen kann ich aber was anderes: das Einzigartige dieses Produkts. Denn die Betroffenen allein ergeben diese Verkaufszahlen eher nicht. Und weil Schreiter auch kein „Rain Man“ ist, ist die Geschichte auch nicht sooo spannend, es sei denn… man identifiziert sich mit ihr. Sei es als Elternteil, sei es als Erwachsener, für seine Kinder oder sich selbst. Und dazu lädt Schreiter, bewusst oder nicht, geradezu ein.

Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics
Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics

Klein-Daniela fand kratzige Pullover unerträglich: ich auch. Schreiter erträgt die Konsistenz von Bananen nicht: genau wie ich. Für Schreiter ist die Temperatur des Essens wichtig: ich liebe den Kontrast von heißem Toast und kalter Leberwurst. Schreiter blieb später phasenweise lieber in einer Scheißbeziehung als allein zu sein – Millionen geht es ähnlich. Tatsache ist: Beinahe jedes Kind und jede Jugend lässt sich bei „Schattenspringer“ ohne viel Mühe einpflegen. Man kann auch sagen: die Schnittmengen zur Normalität erscheinen unerwartet groß.


Bordsteinhohe Hürden


Das geht bis zur Diagnose: Die kann man sich erstmal per Internet stellen, Schreiter selbst hat’s ja auch nicht anders gemacht. Ein Arzt hat’s ihr anschließend sofort bestätigt, aber nirgendwo steht, dass es gleich der erstbeste Arzt genauso sehen muss wie das Internet. Schreiter beklagt die Abwertung von Asperger/Autismus als „Modekrankheit“, aber zur Wahrheit gehört auch: die Hürden fürs „Dazugehören“ sind bei ihr allenfalls bordsteinhoch. Die Belohnung hingegen ist extrem verlockend.

Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics
Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics

Richtig gelesen: Belohnung. Denn ein gutes Produkt braucht ein gutes Versprechen. Es steht in Band 2 auf Seite 155 und heißt: „Nicht schuld!“ Für Schreiter war das die ehrliche Erlösung: Nach Jahrzehnten des Rätselns zeigte sich, dass viele ihrer Probleme nicht in ihr wurzelten, sondern im Asperger. Aaaber „nicht schuld“ – wer wäre das nicht gern? Gerade heute?

Wenn alles von Tiktok ablenkt


In einer Welt, in der sich alle permanent vergleichen, finden sich alle Leute irgendwann in der unteren Tabellenhälfte. Wenn das Kind heikel ist, sich langsamer entwickelt. Wenn andere Leute gemein sind. Wenn einen jede Nachricht von Insta oder Whatsapp, jede SMS davon ablenkt, sich auf Tiktok zu konzentrieren? Wäre es da nicht schön, „nicht schuld“ zu sein? Weil sich so die Option bietet, am komplexen Leben weder etwas ändern zu können noch überhaupt zu müssen?

Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics
Illustration: Daniela Schreiter - Panini Comics

Man darf unterstellen: So hat Schreiter das nie konzipiert. Dennoch eignet sich das Produkt dazu hervorragend. Was auch erklären könnte, warum das „Schattenspringer“-Universum so expandiert. Die Kinderbuchreihe „Lisa und Lio“ ist dazugekommen und der Cartoon-Band „Herzlichen Glückwunsch, es ist Autismus“. Alle ähnlich gefällig, ähnlich anschlussfähig, aber inhaltlich auch ein wenig redundant. Was aber, durchaus ernst gemeint, Schreiter zur idealen Autorin eines ähnlichen, doch ganz anderen Produkts machen würde: Eines Leitfadens, wie man diese ausufernde, besitzergreifende Streaming-online-dingdong-Welt wieder zähmt und beherrschbar macht. Explizit für Nicht-Autisten. Von der Frau, die genau das schon ihr ganzes Leben praktizieren muss.





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