- 30. Nov. 2025
Den Christbaum aufstellen ist leicht, aber Geschenke drunterlegen? Hier kommen sechs Richtige mit Zusatztipp – und nichts davon ist digital

Ja, die stade Zeit, wie es in Bayern heißt. Der herrliche Abschnitt des Jahres, in dem Sie behaglich mit einer Tasse Wunderpunsch in der Hand und je einer Packung Lebkuchen unterm Arm liebevoll die Gaben für die unvermeidlichen Mitmenschen und die unentrinnbare Verwandtschaft besorgen dürfen. Bzw. den Lieferungen hinterherlaufen, die Ihr Paketbote an den Wunschnachbarn in einer der Umlandgemeinden geliefert hat, wo alles 24/7 auf Sie wartet, heute jedoch nicht. Aber es geht auch anders: Hier gibt’s die passenden Comic-Tipps für fast jede Gelegenheit, die lassen Sie sich vom Buchhändler Ihres Vertrauens bestellen und holen sie ratzfatz ein- für allemal ab, fertig. Oder Sie schließen die Tür hinter sich zu, drehen die Heizung auf, stellen einen Bottich Glühwein auf den Herd und lesen alles selber. Stille Nacht allerseits!
Fürs Erinnern

Was für ein Finale! Teil 3 der (titelmäßig noch immer entsetzlich übersetzten) Serie „Madeleine, die Widerständige“ konzentriert sich auf das Ende des Zweiten Weltkriegs, das die kürzlich verstorbene Madeleine Riffaud in Gestapohaft erlebte. Und mit derselben brutalen Sachlichkeit, mit der sie bisher Madeleines Abtauchen und Kampf im Untergrund einfingen, destilliert das Duo JD Morvan (Text) und Dominique Bertail (Zeichnungen) jetzt die Folter- und Verhörmethoden der Gestapo aus Riffauds Erinnerungen. Was den Leser auch deshalb so rücksichtslos mitnimmt, weil beide eben nicht sagen wie schlimm das alles war – sondern es zeigen. Die Bilder gehen an die Grenze des Zumutbaren und sind dabei doch geschickt arrangiert: Immer wieder finden sich Reste von Mitgefühl in der bürokratisierten Unmenschlichkeit. Der Flic, der ihr Infos und ein Stück seines Pausenbrots zusteckt, die Mitgefangenen, die Riffaud aus dem Zug schubsen, der ins KZ fährt. Ebenfalls hilfreich: Morvan/Bertail stellen ihre Heldin möglichst wenig aufs Podest, obwohl das gar nicht so einfach ist. Wer käme schon auf die Idee, die eigene TBC-Vorerkrankung als Waffe einzusetzen? Ergebnis: Ein erzählerisches Feuerwerk in Bertails eigentümlichem, zwischen eis- und prachtblau kolorierten Stil, der in Frankreich für sechsstellige Verkaufszahlen sorgte. Wenn’s ein bisschen mehr sein darf: Verschenken Sie einfach Band 1 und 2 gleich mit.
Für Lesen ohne Lupe

Wie immer: Wenn's der Geldbeutel hergibt, bieten sich auch große Comics an. Der Taschen-Verlag wirft unermüdlich exzellent aufbereitete Titel auf den Markt, im doppeltgroßen Format, das nicht nur Zeichnungs-Details zeigt, sondern auch für Urgroßmütter und -väter jederzeit die Leselupe mit einbaut. Vorausgesetzt, es findet sich einer ihrer jungen Nachkommen bereit, das tablettgroße Teil auf einen geeigneten Tisch zu wuchten. Der neueste Coup der Kölner ist die „Disney Comic Library – Carl Barks’ Donald Duck“. Auf 636 Seiten sind fast viereinhalb Kilo Comics vom unangefochtenen Meisterzeichner der Anarcho-Ente versammelt, aus den Jahren 1942-1950. Liebevoll eingeleitet, aufwändig mit zusätzlichen Zeichnungen begleitet, durchgehend englisch. Was manche schätzen, manche eher skeptisch sehen, für die Barks' Meisterwerke nur in der Übersetzung von Erika Fuchs genießbar sind. Eindeutig Geschmackssache, aber vorm Verschenken sollte man’s bedenken und sich im Zweifelsfall auf andere, ähnlich wuchtige Taschen-Editionen verlegen: Mit den vergleichbar attraktiven Marvel-Ausgaben etwa umgeht man die Fuchs-Frage komplett. Ach so: Lesen muss man nicht unbedingt am Tisch: Ich empfehle eine große Tasse Kaffee und einen dicken Teppich in der Nähe der Heizung. Wenn’s dann außen auch noch schneit...aaah.
Für Gleichberechtigung

Wenn Ihnen schon bei der Weihnachtsgans der Gesprächsstoff ausgeht: Versuchen Sie's mit Hühnern. „Elmer“ ist eine erstaunliche Mentalknabberei auf vielen Ebenen. Gerry Alanguilan erzählt von einer Gegenwart, in der Hühner sprechen können und daher plötzlich als gleichberechtigte Menschen gelten. Haha, denkt man, Rassismus-Parodie – eben nicht: Rassismus-Parabel. Mit Hühnern?? Aber genau das ist das Irre: Viel öfter als nicht kriegt Alanguilan alles auf die Reihe. Durch eine Art Wunder können die Hühner plötzlich sprechen, argumentieren, den millionenfachen Mord an ihnen und ihren Eiern benennen. Hühnerterroristen kämpfen für ihre Rechte, Menschen sorgen sich um ihr broilerloses Auskommen, ihre gesellschaftliche Vorrangstellung, die Hühner entdecken, dass Reis lecker schmeckt, wenn man – Schwein dazu isst. Ab und zu geht was schief, aber es ist Wahnsinn, wie weit Alanguilan mit seinen geflügelten Hauptdarstellern kommt. Weshalb man nicht nur am Rassismusvergleich kaut, sondern auch darüber grübelt, ob man denn eigentlich mit allem Geschichten erzählen kann, bis hin zu Quallen, Pilzen und Bügeleisen? Antwort: Ja, wenn man’s kann. Und Alanguilan (1968-2019) konnte.
Für Krimi-Fans

Bei Krimis sind mir ja bestimmte Details wichtig. Aber wie das TV-Programm zeigt: Viele sehen das nicht so, und deshalb könnte „Criminal“ genau das richtige Geschenk für solche Fans sein. Ed Brubaker und Sean Phillips haben die harte Serie gestartet, die wie „Joe's Bar“ immer wieder um eine Kneipe kreist, in der sich die einzelnen Charaktere begegnen. Aber „Criminal“ ist weniger artsy. Einsame, vom Leben gebeutelte Männer begegnen mysteriösen Frauen, es geht um Rache und Gewalt und alles, was so dazugehört. Die Zeichnungen sind düster, mit viel Schwarz, eigentlich wie geschaffen, um in der Liga von „Sin City“ oder „100 Bullets“ mitzuspielen. So, und jetzt kommt’s: Für mich wird alles ein bisschen zu deutlich erklärt, und die einsamen Männer plakatieren mir ihre Einsamkeit viel zu langatmig. Aaaber: Genau das möchten viele andere Krimikonsumenten exakt so haben. Und wenn man das mag, dann ist „Criminal“ ein grandioser Knüller, insbesondere in der verschenk-idealen Deluxe-Edition, die drei Episoden in einem schweren Prachtband mit vielen Making-of-Seiten versammelt.
Für Goldgräber

Das hier sieht gut aus, oder? Und alt. Also, im Sinne von „als Vati noch jung war“. Genau das steckt hinter „Frank Cappa“: Eine Abenteuergeschichte aus den 80ern, mit einem Kriegsreporter als zynisch-abgebrühtem Helden. Gezeichnet und entwickelt vom deutschstämmigen Spanier Manfred Sommer. Und es fügt sich in eine Reihe mit Vatis Helden wie Corto Maltese, Buck Danny, na, das ganze Zeug eben, das er damals in „Zack“ oder so gelesen hat. Bloß… „Frank Cappa“ war damals eben nicht dabei. Ein paar Alben erschienen in den 80ern, und wer das nicht mitgekriegt hat, der hat die Serie eben verpasst. Bis heute: Weil der avant-verlag dieses Comic-Nugget wieder ausgebuddelt hat. Und Vati, der selbstverständlich vielleicht auch Mutti sein kann und andersrum, kann sie wiederentdecken, mit dem ganz zeittypischen Geschmack von Härte, von erstaunlich viel Ernsthaftigkeit und auch einem bisschen Naivität. Und nicht zuletzt überraschend: Dass Sommers dauerrauchender He-Man etwa eine komplette Story lang zu seiner sterbenden Mutter heimkehrt, wäre für Cappas Kollegen vom Schlag eines Michel Vaillant und Bruno Brazil undenkbar.
Für Musikfans

Ist tatsächlich schon wieder fast zehn Jahre her, dass David Prudhomme „Rembetiko“ rausgebracht hat, jetzt erscheint Teil 2, „Rembetissa“. Die Stärken sind dabei gleich geblieben: Prudhomme gelingt das Kunststück, dem Rembetiko, dieser Musikrichtung aus griechischen und orientalischen Elementen, einen passenden Sound zu zeichnen. Ein frecher, kleinkrimineller, stolzer Liebesdrogenblues, ein Überbleibsel der griechischen Besiedlung Kleinasiens, die nach dem gegenseitigen Bevölkerungssortieren in den 1920ern boomte und, wie hier im Comic erzählt, während der griechischen Diktatur ab 1936 verboten wurde. Was Prudhomme so grandios von der Hand geht, dass vor lauter Freude an Sonnenschein und sanftem Suff ein wenig das Interesse an den Musikern in den Hintergrund tritt. Ob Mann, ob Frau, letztlich wirken alle ähnlich hallodrihaft. Was dazu führt, dass die Einzelschicksale in sommerlichwarmen Bildern und heimeligem Kneipendunst etwas wehmütig-güldener glimmen, als sie womöglich tatsächlich gewesen sind. Aber: Ist das nicht für das harmonielastige Fest der Liebe genau das Richtige?
Für Sparfüchse

Ja, es gibt schönere Städte als Dortmund – aber wenn der Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, zum Besuch einlädt: Wer will da diskutieren? Der Schauraum Comic und Cartoon lädt zur Ausstellung rund um Lucky Luke, der nächstes Jahr 80 wird. Dahinter steckt (natürlich) der anekdotenfreudigste Comic-Historiker der Republik, Alexander Braun: Weshalb nicht nur erstmals Originale von Zeichner Morris zu sehen sind, sondern allerhand Rares, Sonderliches und Amüsantes. Zum Genießen muss man sich bekanntlich nur in einen Zug setzen und zum Dortmunder Hauptbahnhof fahren. Von da findet man problemlos in den Schauraum, selbst mit drei Glühwein intus: Es sind nämlich nur ca. 147 Schritte (je nach Gleis). Ach so: Selbst, wer beim Einsteigen das Geld vergessen hat, darf rein – die Ausstellung ist kostenlos. Und trotzdem so fundiert wie unterhaltsam, weil wir nämlich in einem Land leben, in dem der Staat manchmal Kultur fördert. Noch. Und wenn man mal drüber nachdenkt, ist das vielleicht das schönste Geschenk.
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- 26. Juli 2025
Französische Ernte (I): „Éloi“, der umwerfende Mix aus Rassismus-Thriller, Gruppen-Psychogramm und beklemmendem Kammerspiel unter Segeln

Was hat ein Comicfreund vom Frankreichurlaub, wenn er die Sprache nicht bon genug parlt? Wie (hust) ich? Beispiel 1: Er geht an der Küste in einen Museumsshop. Wo’s Bücher zum Thema Meer gibt, und damit in Frankreich automatisch auch Comics. Und zwar nicht nur anstandshalber zwei Stück, sondern praktisch ein Drittel des Ladens. Nicht nur den neusten Scheiß, sondern alles, was zum Thema passt. Darunter auch diese doppelt geniale Perle, die bereits 2015 auf deutsch erschien: „Éloi“ von Florent Grouazel und Younn Locard.
Eingeborenes Mitbringsel
Wir sind im Jahr 1837, ein französisches Marineschiff erforscht Neukaledonien, eine Minikolonie östlich von Australien. Und es nimmt Éloi an Bord, einen Eingeborenen, um ihn in Frankreich vorzuzeigen. Schon die Offiziere sind darüber nicht einer Meinung: Der mitgereiste Naturforscher will den Fortschritt voranbringen, doch für die meisten anderen ist Éloi nur ein Kannibale ohne Wert.

Noch schlimmer sieht’s bei der Besatzung aus: Für die ist Éloi wahlweise Spielzeug, Teufel, Quälobjekt, geeignet zum Provozieren, Hänseln, Schlagen und Nörgeln. Denn warum arbeitet der Menschenfresser nicht mit? Warum versteht der Neger nichts? Faul ist er, ungläubig, aufsässig, dumm, man muss ihm zeigen wo’s lang geht. Und so wird aus dem fremden Gast an Bord der „La Renommée“ blitzschnell ein unbezahlter Arbeitssklave in einer See-Hölle.
Die ganz normale Grausamkeit
Schon hier muss man bewundern, wie fein und unerbittlich Grouazel/Locard das Drama inszenieren. Denn sie ruhen sich nicht bequem auf dem Rassismus aus, sie ergänzen ihn mit den normalen Zutaten menschlicher Grausamkeit. Neid, Dummheit, Hierarchiedenken, Sadismus gegenüber Schwächeren, „Haben-wir-noch-nie-gemacht“, „Was-soll-der-Mist?“. Die Offiziere sind nicht besser: Sie sollen die bildungsferne Crew im Griff behalten, geben ihr aber insgeheim Recht.

Dazu kommt der Missionseifer des Bordpfarrers und der Ehrgeiz des Wissenschaftlers, der nach Jahren „wenigstens irgendwas“ mit heimbringen will. Von dem Moment, in dem Éloi an Bord kommt, wird es immer schwerer vorstellbar, dass er dieses Schiff lebend verlässt. Und dieses Schiff ist der zweite Aspekt, der „Éloi“ so entsetzlich gut macht.
Eine Hängematte für zwei
Grouazel/Locard illustrieren nämlich nicht nur geschickt die Enge an Bord, wo jede Hängematte doppelt belegt ist (einer arbeitet, der andere schläft). Ich habe noch keinen Comic gesehen, der das Leben auf, das Segeln einer Fregatte so realistisch inszeniert. Die niedrigen Decken, die engen Verschläge, das fehlende Licht. Und wo andere sich mit dem Kartoffelnschälen in der Kombüse begnügen, zeigt „Éloi“, wie man Taue lagert, was der Bordjunge schleppt, wo die Crew kackt. Wie man Segel bedient, das Deck schrubbt, wo man in der Freizeit abhängt. Und all das zeigen sie wie nebenbei, ohne den Plot zu verzögern, ohne mit ihrer Expertise anzugeben. Weil sie wissen, dass diese Präzision ihre Dramatik unterstützt: unmenschliche Bedingungen befördern noch unmenschliches Verhalten.

Erzählt wird all das in schlichten, aber präzisen Zeichnungen, schwarz-weiß mit lediglich zwei Blautönen, was grandiose Schiffsansichten und Meerespanoramen genauso ermöglicht wie finstere Kielraumszenen, in denen man vor Schwarzblau kaum die Hand vor Augen sieht.
Wie gesagt: Gefunden hätte ich diese fulminanten Band in Deutschland nie mehr, weil Comicabteilungen mit 50 cm Regalbreite ältere Titel nicht vorhalten können. Und weil Comics für deutsche Museumsshops auch nicht interessanter sind als für die meisten Buchhändler.
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- 19. Jan. 2025
Aus aktuellem Anlass: ein Comic mit einem lügenden Präsidenten, einem wahnsinnigen Gesundheitsminister und unkontrollierbaren Megakonzernen

Dieser Comic ist schwer zu finden, leider, weil: vergriffen. Dabei wäre eine Neuauflage dringend nötig. Die Rede ist von „Martha Washington – Ein amerikanischer Traum“, erfunden vor über 30 Jahren.

Martha lebt in den USA, oder besser: In dem, was von ihnen in jener Zukunft übrig ist. Sie ist ein schwarzes Mädchen, aufgewachsen in Cabrini Green, einem gigantischen Sozialbau, in dem arme Familien in Schuhschachtelabteilen mit Fernseher und Mikrowelle untergebracht sind bzw. ruhiggestellt werden. Gewalt, Missbrauch, Hass sind dort an der Tagesordnung. Bildung wäre eine hilfreiche Option, aber Martha lernt in überfüllten Klassen nach einem idiotischen Lehrplan, der einen dämlich grinsenden Präsidenten bejubelt, der seit mindestens 14 Jahren im Amt ist.
Präsidentenlob steht im Lehrplan
Als auch noch Marthas Lieblingslehrer erschlagen wird, büxt sie aus, hält sich als geschickte Diebin über Wasser – und rettet sich dann in die Armee. Aber was heißt hier „Armee“?

Die Armee nennt sich Pax-Force, eine Friedenstruppe zur Rettung der Reste des Regenwalds. Pax kämpft nicht mehr gegen andere Länder, sondern gegen Firmen wie den „Fat Boy“-Burgerkonzern, während die Heimat im Chaos versinkt. Nazis bekämpfen militante Schwule, ein wahnsinniger Gesundheitsminister macht sich mit einer Armee geklonter blonder Kampf-Amazonen so selbständig wie die Nachkommen der indianischen Ureinwohner. Als der allmählich recht mumienhafte Präsident die inzwischen vierte Wahl zu verlieren droht, greift er zum Kriegsrecht, landet aber nach einem Attentat im Koma. Der überforderte Landwirtschaftsminister springt ein, wird aber bald vom eigenen Kabinett ermordet, und das Land zerfällt in fünf oder sechs Teile.

Martha ist immer mittendrin, eine tapfere Soldatin, die versucht das Richtige zu tun und sich in einer Welt zu behaupten, die voller Intrige ist, Eigennutz, Fanatismus und Schlamperei. Die Welt versinkt in einem Chaos, von dem letztlich niemand profitiert außer irgendwelchen Miliz-Chefs und, nun ja, dem Präsidenten, der sich noch ein paar weitere Amtsjahre sichert.
Wie es so weit kommen konnte?
Der Berater-Derwisch
Als der Comic erschien, konnte ich mir vieles davon nicht vorstellen, auch mangels Kenntnis der Zerrissenheit der USA. Doch morgen beginnt ein eigenwillig tanzendes, dauerlügendes Grinsgesicht seine zweite Amtszeit, beraten vom vorsitzenden Derwisch einer kaum noch zu kontrollierenden Megafirma, und siehe da: den irren Gesundheitsminister haben sie auch schon an Bord. Und wer glaubt, das sei nicht zu toppen, der darf sich daran erinnern, was Grinsgesicht, Derwisch und der Gesundheits-Irre als erstes gemacht haben, als sie sich gefunden hatten. Genau, sie fraßen den Dreck von „Fat Boy“-Burger.
Frank Millers düstere Ahnung
Angesichts der Aktualität kann ich eine Neuauflage nur dringend nahelegen. Riskant kann sie eigentlich nicht sein, der Autor ist schließlich Frank Miller – jener Frank Miller, der nicht nur die gut verkäufliche „Sin City“-Serie erfand, sondern auch mit der „Rückkehr des Dunklen Ritters“ überhaupt den ganzen höchst lukrativen Superhelden-Reboot in die Wege leitete. Für die zugänglichen Zeichnungen verantwortlich ist Dave Gibbons, der Gestalter der „Watchmen“, viel mehr Erste Liga ist also kaum möglich.
Mögen die Zeiten weniger finster werden als sie aussehen.
Frank Miller (Text), Dave Gibbons (Zeichnungen), Martha Washington – ein amerikanischer Traum, Panini, gebraucht erhältlich, beispielsweise bei Medimops, Rebuy oder via Booklooker.
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