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Der Vorjahressieger als Bühnenhörspiel: Tobias Aeschbachers Splatterspaß „Der Letzte löscht das Licht“ gibt's jetzt für die Ohren

Hübsche Idee: Das Erlanger Theater in der Garage hat Tobias Aeschbachers „Der Letzte löscht das Licht“, den tiefschwarzhumorigen Max-und-Moritz-Preisträger 2024, zum Bühnenhörspiel verarbeitet. Drei Schauspieler lesen den Dialog, machen mit wunderlichen Mitteln recht echte Geräusche, das hat was. Die Premiere zeigt allerdings: Könnte noch besser sein.
Anrührender Doppelselbstmord

Liegt an der Mischform: Weil das Hörspiel die Sprecher optisch unterfordert, verführt es dazu, den Text noch zu toppen. Der ist aber schon gut, Aeschbacher ist kein Preschbacher, seine Dialoge werden besser, wenn man ihnen vertraut und sie ausreizt. Ab und zu mal bremst, statt in Windeseile durchzuheizen. Was sich auch in Erlangen zeigt: Als Luca Hass und Ralph Jung wie aus dem Nichts den Doppelselbstmord eines alternden Paares anrührend ausspielen. Und warum sag ich das jetzt, wo der Comic-Salon vorbei ist?
Weil man das Stück noch bis 8. Juli fünfmal sehen kann. Und weil Sie’s vielleicht haudraufiger mögen als ich – dann vergessen Sie mein Genörgel und rein mit Ihnen! Tobias Aeschbacher, Der Letzte löscht das Licht, Theater in der Garage, Theaterstraße 1, 91054 Erlangen
