

Schön ist was anderes
Erbarmungslos einfühlsam: Lika Nüssli beobachtet schmerzhaft genau den dementen Alltag ihrer Mutter Illustration: Lika Nüssli - Edition Moderne Schön ist was Anderes. Sagte meine Mutter oft dann, wenn schön was Anderes war. Wie zum Beispiel „Vergiss dich nicht“ von der Schweizer Zeichnerin Lika Nüssli. Schön ist definitiv was Anderes. Gut nicht. Gut ist genau das. Man muss es aber aushalten können. Bizarre Parallelwelt Nüssli setzt sich mit dem Abschied von ihrer Mutter ausei


Parkbanks lustige Abenteuer
Französische Ernte (Finale): Wundertüten sind nicht voller Hauptgewinne, oder wie man sich mit reichlich Luft zum Eisner-Award-Kandidaten hochzeichnet Illustration: Chabouté - Carlsen Man soll nicht verschweigen: Nicht immer ist alles super, was glänzt. Als Teil der Französischen Ernte bin ich etwa auf einen Zeichner gestoßen, der sich mit sehr attraktiven Comics zur Eisner-Award-Nominierung hochgearbeitet hat. Und ich sehe die Bilder, stelle mir unter dem französischen


Verhextes Jahr 1959
Lernen, ohne dass man's merkt: Wie Lewis Trondheims Spionage-Komödie „Green Witch Village“ uns den US-Zeitungscomic unterjubelt Illustration: Franck Biancarelli/Lewis Trondheim - Schreiber & Leser Hoppla, das mag ich: Wenn man was so genießt, dass man gar nicht mitbekommt, wie man insgeheim was lernt. Ich gebe zu, nichts Weltbewegendes wie eine Fremdsprache oder höhere Mathematik, aber ein bisschen Kulturgeschichte. Und, wie gesagt: Sie spüren's ja eh kaum, weil der Comic so


Dreimal nicht so schlimm
Nazis light, wäre das so furchtbar? Drei Comics zeigen die NS-Welt vor dem Holocaust. Schauen Sie doch mal, ob Sie Lust drauf haben Illustration: Filip Raif - Helvetiq Gründe für ein AfD-Verbot gibt’s genug, aber nötig ist es nur, weil deren Wähler hartnäckig die Folgen ihrer Wahl kleinreden: Wer sagt denn, dass alle Nazis immer nur Konzentrationslager bauen? Also gut, schauen wir in die Zeit vorher . Als die Nazis noch nicht alles ermordeten, sondern den Irrsinn erst in die


Ein Wal in Narkose
Die Outtakes (37): Mit 1 autobiografischen Nahtoderfahrung, 1 dämonischen Ziege und 1 gefrühstückten Prediger Illustration: Frenk Meeuwsen - avant-verlag Der Tod sieht hübsch aus. Also: Der Nahtod in Frenk Meeuwsens „Rufus“. Ein nicht mehr ganz junger Vater, mehr 50 als 40, lebt mit seinem niedlichen Sohn und seiner Frau und kriegt einen Herzinfarkt. Das war’s im Prinzip schon. Meeuwsen arbeitet autobiographisch, „Rufus“ ist praktisch das Sequel zur Vaterschaft vor vier Jahr
